Zur Geschichte des Röntgeninstitutes der Universität Leipzig



1895 Entdeckung der „X-Strahlen“ durch W. C. Röntgen (1845-1923)

Rö.-Thorax 1896: Lungensteckschuß

und bereits

1896 erste publizierte Röntgenaufnahme an der Leipziger Universität
(Chirurgische Klinik, Direktor: Friedrich Trendelenburg 1895-1911).

F. Trendelenburg



Bis 1903/04 grundlegende und systematische strahlenbiologische und –therapeutische Forschung

H. Heinecke G. Perthes

durch Herrmann Heinecke und Georg Perthes.

Ab 1911 weiterer Aufschwung der Röntgenologie an der Chirurgischen Klinik

E. Payr

unter dem Direktorat von Erwin Payr.

1921 wird Willy Baensch als Leiter des Röntgeninstitutes bestellt

W. Baensch

und die Abteilung planmäßig ausgebaut und weiterentwickelt.

Mammographie

1927 erfolgt die erste Beschreibung von der klinischen Anwendung einer Mammographie an einer Patientin durch Otto Kleinschmidt im Lehrbuch "Die Klinik der Bösartigen Geschwulste" von Zweifel und Payr.

1937 erhält W. Baensch den Lehrstuhl für „Chirurgische Radiologie“ als insgesamt 3. Ordinarius in Deutschland nach Ernst Albers-Schönberg 1919 (Hamburg) und Rudolf Grashey 1929 (Köln). Das Institut wird mit der Ausgliederung aus der Chirurgischen Klinik selbständige Abteilung.

Der Luftangriff auf Leipzig durch alliierte Bomberverbände am 04.12. 1943 verursacht schwere Schäden auf dem Gelände der Universität und an den Gebäuden des Röntgeninstitutes. Große Teile der Fallsammlungen werden vernichtet.
Nach dem provisorischen Wiederaufbau des Institutsgebäudes wird die Arbeitsfähigkeit bis zum 17. Januar(!)

Zerstörtes Röntgeninstitut 1943 Zerstörtes Röntgeninstitut 1943

1944 wieder hergestellt. In diesem Provisorium in unveränderter Form ist die Röntgenabteilung dann fast 60 Jahre bis 2003 untergebracht!

1945 verläßt W. Baensch mit den abziehenden Amerikanern Leipzig.
Der Ltd. Oberarzt Reinhold Finsterbusch führt Arbeit und Geschäfte kommissarisch weiter.

1946 übernimmt Fritz Gietzelt die Institutsleitung,

F. Gietzelt

die nach dessen Weggang

1951 nach Berlin Wilhelm Oelßner kommissarisch

W. Oelßner

und später bis zu seiner Emeritierung
1985 als Klinikdirektor weiterführt. Die Klinik profiliert sich unter seiner Leitung zu einer der fachlich führenden und technisch am besten ausgerüsteten Abteilungen der ehemaligen DDR.
Professor Oelßner ist Ehrendoktor und Ehrensenator der Universität Leipzig.

1985 – 92 G. Schneider Klinikdirektor.

G. Schneider

1992 wird nach Trennung der Lehrstühle Diagnostik, Therapie und Nuklearmedizin

H.-G. Schulz

Hans–Georg Schulz Direktor der Klinik für Diagnostische Radiologie.

1999 erfolgt die Übernahme der Klinikleitung durch Thomas Kahn.
Die Klinik für Diagnostische Radiologie wird in der Folgezeit und insbesondere nach dem Umzug in das neue OKL

2003 zu einer der modernsten radiologischen Kliniken Deutschlands ausgebaut.

 

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