Klinik und Poliklinik für Diagnostische und Interventionelle Radiologie
 Universitätsmedizin Leipzig

Pressemeldungen

Neue Ambulanz am Uniklinikum Leipzig berät zu schonenden Behandlungsmethoden

Ambulanz für minimal-invasive Diagnostik und Therapie (AMIT) nimmt Arbeit auf

Seit kurzem berät eine neue Ambulanz für minimal-invasive Diagnostik und Therapie (AMIT) am Universitätsklinikum Leipzig niedergelassene Ärzte aller Fachbereiche und ihre Patienten zu Behandlungsmethoden mit nur minimalem Hautschnitt und ist damit die einzige Anlaufstelle dieser Art in der Region Leipzig. In Kooperation mit Partnern in der Chirurgie, der Inneren Medizin, der Hepatologie/Onkologie, der Kinderheilkunde, der Urologie und der Gynäkologie wird für jeden Patient das optimale Behandlungskonzept erarbeitet.

Bei zahlreichen Tumorerkrankungen ist eine Entfernung der Geschwulst durch eine Operation nicht möglich oder das Eingriffsrisiko für den Patienten zu hoch. In solchen Fällen kann eine erfolgreiche Behandlung häufig durch bildgesteuerte, sogenannte minimal-invasive Methoden erfolgen. Beim Einsatz dieser Verfahren ist meist nur ein winziger Hautschnitt nötig, damit sind sie sehr schonend. Ein Team von interventionellen Radiologen der Klinik für Diagnostische und Interventionelle Radiologie am Universitätsklinikum Leipzig ist auf diese Eingriffe spezialisiert, die immer unter Kontrolle durch modernste bildgebende Verfahren wie Ultraschall, Röntgen und Computer- oder Magnetresonanztomographie erfolgen. Um niedergelassenen Ärzten und auch interessierten Patienten eine kompetente Anlaufstelle zu bieten, die gezielt zu den unterschiedlichen Möglichkeiten informiert, wurde die Ambulanz für minimal-invasive Diagnostik und Therapie (AMIT) am Uniklinikum Leipzig eingerichtet.

„Wir bieten ein breites Spektrum an minimal-invasiven Möglichkeiten an, die bei unterschiedlichsten Erkrankungen zum Einsatz kommen können“, erklärt Oberarzt Dr. Michael Moche, Leiter der neuen Ambulanz. „Das reicht von der bildgestützten Entnahme von Gewebeproben, der selektiven Blutentnahme an hormonbildenden Organen, der minimal-invasiven Krebsbehandlung, der interventionellen Gefäßtherapie, der Implantation von Ernährungssonden oder Infusionssystemen bis hin zur Behandlung akuter Blutungen nach Unfällen. Besonders Patienten mit Lebertumoren können von den minimal-invasiven Techniken profitieren. Zunehmend werden die schonenden Verfahren aber auch in der Kinderheilkunde, z.B. bei Gefäßmißbildungen, nachgefragt. Die Ambulanz für minimal-invasive Diagnostik und Therapie (AMIT) gibt uns die Möglichkeit sowohl Patienten als auch ihre behandelnden Ärzte gezielt zum Einsatz der teilweise komplexen und auch weniger bekannten Verfahren zu beraten.“

Die Ärzte der Ambulanz für minimal-invasive Diagnostik und Therapie (AMIT) informieren dabei nicht nur zu den unterschiedlichen minimal-invasiven Behandlungsmöglichkeiten, sondern können durch die sehr enge Vernetzung mit Kooperationspartnern aus anderen Bereichen des Uniklinikums schnell und unkompliziert Experten der notwendigen Fachdisziplinen einbinden. In gemeinsamen Fallkonferenzen wird dann ein individuell optimiertes Behandlungskonzept für jeden einzelnen Patienten erarbeitet.

Kontakt für Hausärzte, Fachärzte und Patienten:
Ambulanz für minimal-invasive Diagnostik und Therapie (AMIT)
Klinik und Poliklinik für Diagnostische und Interventionelle Radiologie

Sprechstunde: Mo, 9-12 Uhr
Terminvereinbarung: 0341 - 97 17100
Email: amit@uniklinik-leipzig.de
www.radiologie.uniklinikum-leipzig.de

Deutscher Röntgenkongress findet von 2016 bis 2020 in Leipzig statt

Jährlich rund 8000 Teilnehmer erwartet / Klinikseminare am Uniklinikum Leipzig

Leipzig ist von 2016 bis 2020 Gastgeber des Deutschen Röntgenkongresses. Etwa 8000 Teilnehmer werden dann jedes Jahr zur Jahrestagung der Deutschen Röntgengesellschaft in der Messestadt erwartet.

„Für uns ist es ein sehr großer Erfolg, dass der Deutsche Röntgenkongress nach Leipzig kommt“, sagt Professor Thomas Kahn, Direktor der Klinik und Poliklinik für Diagnostische und Interventionelle Radiologie am Universitätsklinikum Leipzig. Die Mitgliederversammlung der Deutschen Röntgengesellschaft stimmte nach einem hochkompetitiven Auswahlverfahren mit großer Mehrheit für die Pleiße-Stadt. Zuvor waren Berlin und Hamburg Gastgeber der Veranstaltung, die nun in Leipzig fünf Jahre lang immer während des Himmelfahrt-Wochenendes stattfinden wird. Der Deutsche Röntgenkongress wendet sich hauptsächlich an Radiologen, größere Programmteile gibt es aber auch für Physiker und MTA. Diagnostische und therapeutische Einsatzmöglichkeiten der Radiologie stehen sowohl im wissenschaftlichen als auch im Fortbildungsteil der Veranstaltung im Mittelpunkt. Zahlreiche Klinikseminare für Medizinisch-Technische Assistenten (MTA), die im Rahmen des Kongresses stattfinden, werden am Universitätsklinikum Leipzig von der Klinik und Poliklinik für Diagnostische und Interventionelle Radiologie organisiert.

Urologische Tumoren und HNO-Erkrankungen im Mittelpunkt von „Radiologie Aktuell 2014“

400 Ärzte und Wissenschaftler aus dem gesamten Bundesgebiet werden am 4. und 5. April zu „Radiologie Aktuell 2014“ im Leipziger Gewandhaus erwartet. Thematische Schwerpunkte der 22. Veranstaltung dieser Kongressreihe bilden urologische Tumoren und Erkrankungen der Kopf-Hals-Region.

„Abermals konnten wir ausgewiesene auswärtige Experten wie auch Kollegen vom Leipziger Universitätsklinikum als Referenten gewinnen“, so Prof. Dr. Thomas Kahn, wissenschaftlicher Kongressleiter und Direktor der Klinik für Diagnostische und Interventionelle Radiologie am Uniklinikum Leipzig.

Unter anderem werden Prof. Dr. Jens-Uwe Stolzenburg, Direktor der Urologischen Klinik und Prof. Dr. Andreas Dietz, Direktor der Hals-Nasen-Ohren-Klinik die Anforderungen von Urologen und HNO-Ärzten an die Radiologie formulieren. Im Mittelpunkt der bildgebenden Diagnostik von Fehlbildungen, Entzündungen und Tumoren im HNO-Bereich stehen die Computertomographie (CT) und Magnetresonanztomographie (MRT). Ferner wird Prof. Stolzenburg neue Operationsverfahren für Patienten mit Prostatakarzinom vorstellen. Bei nur geringem Tumorfortschritt ist unter bestimmten Voraussetzungen eine Operation oder Strahlentherapie noch nicht erforderlich, der Tumor kann zunächst nur „aktiv überwacht“werden.

Hierfür könnte die MRT eine entscheidende Rolle einnehmen. „Manche Prostatatumoren sind nur auf MRT-Aufnahmen gut sichtbar“, erklärt Prof. Kahn. Aus diesen Bereichen könnte dann im gegebenen Fall auch eine gezielte Probenentnahme unter MRT-Kontrolle erfolgen. Relevante Pathologien der Niere und der ableitenden Harnwege wird der Direktor des Instituts für Pathologie, Prof. Dr. Christian Wittekind, vorstellen.

Gelenke im Fokus der Radiologen: UKL erwartet 400 Teilnehmer zur Jubiläumsveranstaltung der Tagung „Radiologie aktuell" in Leipzig - Pressemitteilung vom 19.03.2013

Leipzig. Die Diagnostik großer Gelenke und Erkrankungen der Bauchspeicheldrüse sind die Schwerpunkte der diesjährigen Tagung „Radiologie aktuell", die die Radiologen des Universitätsklinikums Leipzig in Zusammenarbeit mit der Akademie für Fort- und Weiterbildung in der Radiologie veranstalten. Dazu werden am 22. und 23. März rund 400 Teilnehmer aus ganz Deutschland im Leipziger Gewandhaus erwartet. Das Symposium mit fächerübergreifendem Ansatz findet seit 1993 statt und feiert in diesem Jahr somit seinen 20. Geburtstag.
Mediziner verschiedener Fachbereiche sprechen an beiden Tagen über Krankheitsbilder und die damit verbundenen Erwartungen an die untersuchenden Radiologen hinsichtlich der Diagnose, aber auch der Therapie von Erkrankungen. „Das von Beginn an interdisziplinäre Konzept der Veranstaltung hat sich als sehr erfolgreich erwiesen", sagt Professor Dr. Thomas Kahn, Direktor der Klinik und Poliklinik für Diagnostische und Interventionelle Radiologie am UKL.
In der Radiologie werden verschiedene bildgebende Verfahren eingesetzt, um beispielsweise entzündliche Veränderungen im Körper oder Tumore sichtbar zu machen. Zu diesen Verfahren gehören Röntgen, Ultraschall, Computertomographie (CT) und die Magnetresonanztomografie (MRT). Die Diagnostik mittels MRT wird im Mittelpunkt der Vorträge zur Gelenkdiagnostik stehen. „Sie liefert den Medizinern die meisten Informationen", so Professor Kahn.
Von der Schulter über Handgelenk und Hand bis zu Hüfte und Fuß werden alle großen Gelenke in Vorträgen von ausgewiesenen Sachkennern praxisorientiert dargestellt. Im Anschluss ist Zeit für Diskussionen.
Bereits am Freitag stehen Erkrankungen der Pankreas im Fokus. Dann wird es neben den Erwartungen von Internisten und Chirurgen an die diagnostische und interventionelle Radiologie beispielsweise auch um die Darstellung von Gallen- und Pankreasgängen mittels bildgebender Verfahren gehen.
Insbesondere werden auch neue Ansätze zur Tumordiagnostik zum Beispiel mittels des kombinierten PET/MRT dargestellt. Dieses Gerät ist weltweit nur in wenigen Zentren vorhanden und wird vor Ort gemeinsam von der diagnostischen Radiologie und der Nuklearmedizin betrieben.

Harvard-UKL- Kooperation: UKL-Radiologen sind Mitorganisatoren bei Internationalem Symposium zu Interventioneller Magnetresonanztomografie in Boston - Pressemitteilung vom 21.09.2012

UKL-Radiologe Prof. Thomas Kahn einer der Tagungspräsidenten

Neueste Entwicklungen auf dem Gebiet der Interventionellen Magnetresonanztomografie (MRT) stehen im Mittelpunkt eines Symposiums, das mit der Beteiligung von Medizinern des Universitätsklinikums Leipzig vom 22. bis 23. September 2012 in Boston in den USA stattfindet. Das 9. Interventional MRI Symposium wird gemeinsam von den radiologischen Kliniken der Universität Leipzig sowie der Harvard Medical School und der Johns Hopkins Universität organisiert und findet alle zwei Jahre abwechselnd in Europa und den USA statt. Leipzig war zuletzt 2010 Gastgeber für die Tagung.
In Boston werden rund 400 Ärzte, Physiker und Wissenschaftler anderer Fachbereiche erwartet, um über aktuelle Ergebnisse und Zukunftsperspektiven in der Interventionellen Magnetresonanztomografie diskutieren. „Das Interesse ist deutlich gestiegen. 150 Abstracts - wissenschaftliche Abhandlungen - wurden im Vorfeld eingereicht. Das sind 50 Prozent mehr als vor zwei Jahren", sagt Professor Thomas Kahn, Direktor der Klinik und Poliklinik für Diagnostische und Interventionelle Radiologie am Universitätsklinikum Leipzig und einer der Vorsitzenden des Symposiums. Im Mittelpunkt steht neben technischen Weiterentwicklungen die Anwendung am Patienten, die sich zunehmend im Klinikalltag durchsetzt.
Die interventionelle Magnetresonanztomografie dient der Steuerung und Überwachung minimalinvasiver Therapien. Gleichzeitig wird sie auch bei neurochirurgischen Operationen, beispielsweise bei Hirntumoren, eingesetzt. Im Gegensatz zu einer Überwachung der Eingriffe unter Röntgen-Bildgebung hat das MRT gleich mehrere Vorteile. „Der wesentliche Nachteil der Strahlenbelastung für den Untersucher und den Patienten fällt weg. Außerdem liefert das MRT viel mehr Informationen und ermöglicht so eine genaue Gewebecharakterisierung", erklärt Professor Kahn. Dies sei auch für den Einsatz der thermischen Therapie, bei der Tumore durch Hitze oder Kälte zerstört werden, von großem Vorteil.
Professor Kahn ist einer von drei Tagungspräsidenten, die das Interventional MRI Symposium ins Leben gerufen haben. Gemeinsam mit Professor Ferenc Jolesz, der als Pionier auf dem Gebiet der Interventionellen Magnetresonanztomografie gilt und heute als Mediziner am Brigham and Women's Hospital der Harvard Medical School arbeitet sowie Professor Jonathan Lewin von der Johns Hopkins Universität entwickelte sich im Laufe der Jahre eine intensive transatlantische Zusammenarbeit, auf die die Beteiligten sehr stolz sind. „Die Faszination für den Einsatz der Magnetresonanztomografie für die Intervention hat uns schon früh verbunden und hat dann dazu geführt, dass regelmäßig gemeinsame Tagungen stattfinden", sagt Professor Kahn.
Pünktlich zum Symposium Ende September erscheint auch das Buch „Interventional Magnetic Resonance Imaging". In 31 Kapiteln, die von den weltweit führenden Arbeitsgruppen verfasst wurden, wird der aktuelle Stand profund und detailliert dargestellt.

„Aktuelle Radiologie" am Geburtsort der Mammographie - Pressemitteilung vom 21.03.2012

Leipziger Symposium mit zwei runden Daten: 75 Jahre Lehrstuhl für Radiologie und 85 Jahre Mammographie
Zeit 23. März 2012, 13:00 Uhr bis 24. März 2012, 13:00 Uhr
Ort Mendelssohnsaal des Gewandhauses, Augustusplatz 8

Leipzig. Neuentwicklungen in der radiologischen Diagnostik und Behandlung sind Thema der am 23. und 24. März in Leipzig stattfindenden Radiologen-Tagung. 400 Teilnehmer aus ganz Deutschland werden den aktuellen Stand zur Diagnostik von Brustkrebs und Darmerkrankungen vor „historischem" Hintergrund diskutieren: Vor 85 Jahren wurde in Leipzig die weltweit erste Mammographie erstellt, 10 Jahre später der damals dritte Radiologie-Lehrstuhl in Deutschland eingerichtet.
„Diese lange radiologische Tradition ist uns natürlich ein großer Ansporn, besonders in diesem Jubiläumsjahr", sagt Prof. Thomas Kahn, Direktor der Klinik für Diagnostische und Interventionelle Radiologie am Universitätsklinikum Leipzig. Vor 75 Jahren wurde in Leipzig der Lehrstuhl für Radiologie eingerichtet, deutschlandweit erst der dritte nach Hamburg und Köln. Bereits 1927 beschritten Leipziger Radiologen Neuland, indem sie die weltweit erste Mammographie-Aufnahme bei einer Patientin anfertigten.
„Wie weit sich die Radiologie seitdem vor allem in der Brustkrebsdiagnostik entwickelt hat, zeigt die Liste der diesjährigen Vortragsthemen mit der Tomosynthese als speziellem Mammographieverfahren oder der MR-Mammographie", so der Leiter der Leipziger Tagung. Aber auch die sich ebenso rasant entwickelnden radiologischen Interventionsverfahren werden Thema sein.
Auch Darmerkrankungen von Krebs bis zu chronischen Entzündungen - das zweite Thema der Tagung - sind sehr häufige Erkrankungen. „Die Radiologie kann mit neuen Methoden und Ansätzen, z.B. in der Früherkennung, gerade hier einen wichtigen Beitrag leisten, die Behandlung der Patienten weiter zu verbessern", so Kahn.

Rasante Fortschritte der Magnetresonanz-Bildgebung in der modernen Medizin - Pressemitteilung vom 20.09.2011

Leipzig - Die Magnetresonanztomografie (MRT) ist eines der wichtigsten Verfahren zur bildgebenden Diagnostik und Kontrolle zahlreicher Erkrankungen. Jährlich werden in Deutschland rund sechs Millionen Menschen mittels MRT untersucht. Welche Möglichkeiten die MRT-Bildgebung in der Krebsdiagnostik oder für die grundlegende Erforschung weiterer Krankheiten bietet, erörtern Experten auf der 28. Jahrestagung der Europäischen Gesellschaft für Magnetresonanztomografie in der Medizin und Biologie (ESMRMB). Die dreitägige Veranstaltung im Congress Center Leipzig eröffnet am 6. Oktober 2011 mit einem Vortrag des Nobelpreisträgers Professor Richard Ernst.
Zeit 06. Oktober 2011 bis 08. Oktober 2011
Ort CCL Congress Center Leipzig

Die ESMRMB ist die bedeutendste europäische Gesellschaft für Grundlagenforschung und klinische Wissenschaft im Bereich der bildgebenden Magnetresonanz. Auf der 28. Jahrestagung, die erstmalig in Leipzig stattfindet, treffen sich Ingenieure, Wissenschaftler und Ärzte, um sich über ihre Erfahrungen, technische Neuerungen und klinische Möglichkeiten der MRT auszutauschen. In über 750 Vorträgen, wissenschaftlichen Postern und Diskussionsforen werden neueste Forschungsergebnisse vorgestellt.
„Die MRT ist bereits heute eine der vielseitigsten diagnostischen Methoden in der Medizin", sagt Kongresspräsident Professor Dr. med. Thomas Kahn, Direktor der Klinik für Diagnostische und Interventionelle Radiologie am Universitätsklinikum Leipzig und Direktor des Magnetresonanzzentrums der Universität Leipzig. „Doch die vielen daran anknüpfenden Entwicklungen in Klinik und Technik zeigen, dass ihr Potenzial noch lange nicht ausgeschöpft ist." Die Vielfalt der MRT-Anwendungen spiegelt sich auch im Kongressprogramm wider.
So beschäftigen sich die Experten zum Beispiel mit neuartigen Verfahren in der Gefäßdiagnostik, die ohne Kontrastmittel arbeiten. Von einer anderen Methode, der sogenannten Diffusionsbildgebung, versprechen sich die Ärzte, krankhafte Stoffwechselvorgänge im Frühstadium sichtbar machen zu können, um so Tumoren eher aufzuspüren und dadurch die Heilungschancen zu verbessern. „In der Schlaganfalldiagnostik gehört dieses Verfahren schon zur Routine", erklärt Kahn. Durch die Entwicklung von MRT-Geräten mit sehr hoher Magnetfeldstärke sind bisher unerreichte hochauflösende Darstellungen der Struktur und der Funktion des Gehirns möglich geworden.
Eine technische Höchstleistung stellt die erst kürzlich realisierte Integration der Positronen-Emissions-Tomografie (PET) in einen MRT-Ganzkörper-Scanner dar. „Dieses Gerät, das wir auch aktuell hier in Leipzig in Betrieb nehmen, erlaubt die exakte Lokalisation pathologischer Stoffwechselvorgänge (PET) mithilfe der hochauflösenden und gleichzeitig stattfindenden MRT-Bildgebung", erläutert Kahn. Neben der Bildgebung im Gehirn wird dieses Gerät unter anderem in der Krebsforschung und Herzdiagnostik zum Einsatz kommen.
Auftakt und erstes Highlight des Kongresses bildet der Eröffnungsvortrag des Nobelpreisträgers Professor Richard Ernst, der einen Rückblick auf die Anfänge der MRT und ihrer Pioniere geben wird. Für seine Arbeiten zur Entwicklung der hochauflösenden magnetischen Kernresonanz-Spektroskopie bekam der Schweizer 1991 den Nobelpreis für Chemie.


Einzigartige Kombination der digitalen Diagnostik zur Brustkrebsfrüherkennung - Pressemitteilung vom 04.01.2011

Die Klinik und Poliklinik für Diagnostische und Interventionelle Radiologie führt seit Mitte November Untersuchungen mit einem neuartigen digitalen Mammografiegerät sowie mit einem digitalen bildgestützten Brustbiopsiesystem durch.

Das digitale Mammographiegerät bietet die neu eingeführte Möglichkeit, zusätzlich oder anstelle der üblichen Mammographieaufnahmen digitale Schichtaufnahmen mit geringer Schichtdicke (1 mm) zu akquirieren (Tomosynthese). Im Gegensatz zur Mammographie entstehen aussagekräftigere Bilder, da die Brust aus verschiedenen Winkeln untersucht wird. Bei der bisherigen Untersuchungstechnik, wird die Brust in 2 Ebenen geröntgt, so dass es zu Schwierigkeiten bei der Auswertung der Mammographiebilder kommen kann, nämlich dann, wenn sich unterschiedliche Strukturen in der Brust auf dem Bild überlagern. Mit der Tomosynthese können Herdbefunde - insbesondere bösartige Tumoren - durch eine Verringerung der Überlagerung durch umgebende Strukturen früher und besser erkannt und genauer beurteilt werden. Dies führt letztlich zu einer besseren Brustkrebsfrüherkennung.
„Erste klinische Studien weisen auf eine Erhöhung der Diagnosesicherheit hin. Weitere Studien sind erforderlich, um das Potential der neuen Technik umfassend zu beurteilen" erläutert Prof. Thomas Kahn, Direktor der Klinik und Poliklinik für diagnostische und Interventionelle Radiologie. Die Ärzte werden dabei von einer assistierenden computerbasierten Bildauswertung unterstützt, die Mikrokalk und Verdichtungen in der Brust erkennt (CAD = Computer aided detection). Eine bessere Diagnoseik kann zu einer Verminderung von zusätzlichen Untersuchungen und chirurgischen Eingriffen führen. Damit können den Patientinnen möglicherweise unnötige Operationen erspart werden, was nicht nur ein großer Vorteil für die Frauen ist, sondern möglicherweise auch dazu beiträgt, die Ausgaben im Gesundheitswesen zu senken. Um diese Effekte zu evaluieren sind jedoch noch längerfristige Studien erforderlich. Das neue Gerät wird von den Ärzten der Klinik für Diagnostische und Interventionelle Radiologie im Rahmen der interdisziplinären Kooperation des Brustzentrums eingesetzt. Ergänzend zu diesem Mammografiegerät ist ein digitales bildgestütztes Brustbiopsiesystem mit der Möglichkeit der Vakuumbiopsie installiert worden. Es dient der Gewinnung von Gewebeproben aus verdächtigen Herden. Durch den Einsatz der Vakuumbiopsie kann die Entnahme von Gewebe aus einem in der Bildgebung verdächtigen Herdbefund, die für die Unterscheidung zwischen gut- und bösartig notwendig ist, effektiver und treffsicherer werden. Im Vergleich zu einer üblichen Stanzbiopsie wird mehr Gewebe gewonnen. Damit steigt für die Patientin die Sicherheit, dass die Diagnose richtig ist. Bei der Vakuumbiopsie erfolgt die Gewebeentnahme mit Hilfe einer Nadel nach vorheriger örtlicher Betäubung. Die meisten Patientinnen können sofort wieder zum normalen Tagesablauf übergehen und haben später nur eine winzige Narbe. Das ist sehr wichtig, da somit die Beurteilung der Brüste nach der Gewebeprobe (z.B. in der Mammographie und der Sonographie) nicht durch große Narben beeinträchtigt ist.
Im Gegensatz zu den älteren Modellen, ist das jetzt in der Klinik installierte Vakuumbiopsiesystem erstmals auch für Gewebeentnahmen im MRT - Magnetresonanttomographen, oder Kernspintomographen - geeignet. Damit ist es möglich, im Kernspintomogramm festgestellte verdächtige Herde unter MRT-Kontrolle zu bioptieren. Diese Möglichkeit bestand bisher in Leipzig nicht und ist damit einmalig am Universitätsklinikum.
„Durch die Kombination des neuen Mammographiegerätes mit der Möglichkeit dieser digitalen bildgestützten Gewebeentnahme versprechen wir uns für die Frauen genauere, schnellere und sicherere Ergebnisse bei der Untersuchung von auffälligen Befunden in der Brust ", betont Frau Dr. med. Susanne Briest, Leiterin des Universitären Brustzentrums Leipzig. Brustkrebs ist die häufigste Krebserkrankung bei Frauen. Auch durch eine exzellente und modere Diagnostik kann man Brustkrebs nicht verhindern. Die frühzeitige Erkennung der Erkrankung ist jedoch ein wesentlicher Faktor für die Verbesserung der Chancen auf Heilung für die betroffenen Frauen.

Expertrentreffen zu bildgesteuerten Eingriffen - Pressemitteilung vom 20.09.2010

Am 24. und 25. September 2010 findet das "8th Interventional MRI"-Symposium in Leipzig statt. Rund 300 Ärzte, Physiker und andere Wissenschaftler aus aller Welt diskutieren über aktuelle Entwicklungen auf dem Gebiet der interventionellen Magnetresonanztomographie (MRT). Thematisch reichen die 120 wissenschaftlichen Vorträge von technischen Aspekten über Machbarkeitsstudien bis hin zu Erfahrungsberichten aus der interventionellen klinischen Praxis.
Zeit 24. September 2010, 08:00 Uhr bis 25. September 2010, 17:00 Uhr
Ort Hotel The Westin, Leipzig

Der Großteil der Beiträge kommt aus Nordamerika und Deutschland, vertreten sind jedoch auch weitere europäische Länder sowie Japan und China. Ein wissenschaftlicher Schwerpunkt des Symposiums ist die MRT-gestützte Steuerung minimal-invasiver, thermischer Verfahren, mit deren Hilfe sich Tumore unter gezielter Anwendung von Laserlicht, Radiowellen, fokussiertem Ultraschall oder Kälte abtragen lassen. Neben einer kontrastreichen Bildgebung ohne ionisierende Röntgenstrahlung erlaubt die MRT eine räumlich aufgelöste Darstellung der Temperaturausbreitung im Gewebe. Derartige Verfahren gewinnen in der Tumortherapie zunehmend an Bedeutung.
Eine der insgesamt acht Sitzungen befasst sich mit dem Karzinom der Prostata. Eine MRT-geführte Biopsie der Prostata kommt z. B. dann in Betracht, wenn eine herkömmliche, ultraschallgestützte Biopsie nicht erfolgreich war. Darüber hinaus werden auch erste Ergebnisse zur Thermotherapie der Prostata vorgestellt. Andere Beiträge gehören zum Themenbereich der molekularen Bildgebung, die sich mit der Visualisierung von Prozessen auf molekularer Ebene beschäftigt. So lässt sich die Migration von Stammzellen auf MRT-Bildern verfolgen, wenn diese mit speziellen Markern versehen werden. Ferner werden MRT-gestützte Verfahren vorgestellt, mit denen sich Gefäße aufweiten und Gefäßprothesen platzieren lassen.
Die Tagung findet im zweijährigen Rhythmus abwechselnd in Leipzig und in Boston bzw. Baltimore statt. Die diesjährige Tagung wurde von Prof. Thomas Kahn aus der Klinik für Diagnostische und Interventionelle Radiologie des Universitätsklinikums Leipzig, Prof. Jonathan S. Lewin aus dem Department of Radiology and Radiological Science der Johns Hopkins University in Baltimore sowie Prof. Ferenc A. Jolesz aus dem Department of Radiology der Harvard Medical School in Boston organisiert. Parallel zum jeweils ganztägigen wissenschaftlichen Programm findet eine Industrieausstellung statt, an der sich zahlreiche internationale Aussteller beteiligen.

8th Interventional MRI Symposium - Pressemitteilung vom 09.09.2010

Am 24. und 25. September 2010 findet das 8th Interventional MRI Symposium in Leipzig statt. Rund 300 Ärzte, Physiker und andere Wissenschaftler aus aller Welt diskutieren im Hotel Westin in Leipzig über aktuelle Entwicklungen auf dem Gebiet der interventionellen Magnetresonanztomographie (MRT). Thematisch reichen die 120 wissenschaftlichen Vorträge und Poster von technischen Aspekten über Machbarkeitsstudien bis hin zu Erfahrungsberichten aus der interventionellen klinischen Praxis. Jeweils rund 40% der Beiträge kommen aus Nordamerika bzw. aus Deutschland, 12% aus weiteren europäischen Ländern, 7% aus Japan und 2% aus China.

Ein wissenschaftlicher Schwerpunkt des 8th Interventional MRI Symposium ist die MRT-gestützte Steuerung minimal-invasiver, thermischer Verfahren, mit deren Hilfe sich Tumoren unter gezielter Anwendung von Laserlicht, Radiowellen, fokussiertem Ultraschall oder Kälte abladieren bzw. abtragen lassen. Neben einer kontrastreichen Bildgebung ohne ionisierende Röntgenstrahlung erlaubt die MRT eine räumlich aufgelöste Darstellung der Temperaturausbreitung im Gewebe. Derartige Verfahren gewinnen in der Tumortherapie zunehmend an Bedeutung.
Eine der insgesamt acht Sitzungen befasst sich mit dem Karzinom der Prostata. Eine MRT-geführte Biopsie der Prostata kommt z. B. dann in Betracht, wenn eine herkömmliche, ultraschallgestützte Biopsie nicht erfolgreich war. Darüber hinaus werden auch erste Ergebnisse zur Thermotherapie der Prostata vorgestellt. Andere Beiträge gehören zum Themenbereich der molekularen Bildgebung, die sich mit der Visualisierung von Prozessen auf molekularer Ebene beschäftigt. So lässt sich z. B. die Migration von Stammzellen auf MRT-Bildern verfolgen, wenn diese mit speziellen Markern versehen werden. Ferner werden MRT-gestützte Verfahren vorgestellt, mit denen sich Gefäße aufweiten und Gefäßprothesen platzieren lassen.
Die Tagung findet im zweijährigen Rhythmus abwechselnd in Leipzig und in Boston bzw. Baltimore statt. Die diesjährige Tagung wurde von Prof. Thomas Kahn aus der Klinik für Diagnostische und Interventionelle Radiologie des Universitätsklinikums Leipzig, Prof. Jonathan S. Lewin aus dem Department of Radiology and Radiological Science der Johns Hopkins University in Baltimore sowie Prof. Ferenc A. Jolesz aus dem Department of Radiology der Harvard Medical School in Boston organisiert. Parallel zum jeweils ganztägigen wissenschaftlichen Programm findet eine Industrieausstellung statt, an der sich zahlreiche internationale Aussteller beteiligen.

 
Letzte Änderung: 13.04.2015, 14:58 Uhr
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