Ultraschalluntersuchung
Wie funktioniert die Ultraschalluntersuchung?
Ist die Ultraschalluntersuchung gefährlich?
Wie sieht ein Ultraschallgerät aus?
Was muss ich vor und während der Untersuchung beachten?
Wann finden Untersuchungen statt?
Was kann gut mit Ultraschall/Sonographie untersucht werden?
Punktionen mit Ultraschall:
Was kann nicht mit Ultraschall untersucht werden?
Sehr verehrter Patient,
Sie sind von Ihrem behandelnden Arzt zu einer Ultraschall-/Sonographie-Untersuchung angemeldet worden. Diese Seite soll Sie mit einigen Aspekten dieser Untersuchung vertraut machen.
Wie funktioniert die Ultraschalluntersuchung?
Ultraschallwellen sind hochfrequente Schallwellen, die unser Ohr nicht wahrnehmen kann. In der Natur setzen z. B. Fledermäuse diese Wellen ein, um sich an dem „Echo" im Raum zu orientieren. Bei der Ultraschalluntersuchung „rufen" wir mit verschiedenen Frequenzen in den Körper hinein und stellen das „Echo" als Bild dar. Je höher die Frequenzen, desto schöner werden die Bilder auf der einen Seite, auf der anderen Seite können wir aber mit höheren Frequenzen weniger tief in den Körper hineinschauen als mit tieferen Frequenzen.
Ist die Ultraschalluntersuchung gefährlich?
Wie oben erwähnt, handelt es sich beim Ultraschall um hochfrequente Schallwellen und nicht um Röntgenstrahlen. Die hochfrequenten Schallwellen sind unschädlich. Lediglich in der frühen Schwangerschaft sollten Ultraschalluntersuchungen vorsichtig eingesetzt werden.
Wie sieht ein Ultraschallgerät aus?
"Sonoline Elegra advanced” (Firma Siemens)
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"Logic 9" (Firma General Electric)
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Ein Ultraschallgerät sieht aus wie ein großer Personalcomputer auf Rollen. Es hat einen Bildschirm sowie Bedienfelder, Tastaturen und Regelknöpfe. An der Seite hängen an Kabeln die Schallköpfe. Mit den Schallköpfen wird der Schall in den Körper hineingeschallt und kurze Zeit später das Echo empfangen. |
Aus den Echos, die von den Schallköpfen empfangen werden, erzeugt die Software des Ultraschallgerätes dann ein Bild, das auf dem Monitor erscheint.
Was muss ich vor und während der Untersuchung beachten?
Vor Untersuchungen im Bereich
der Oberbauchorgane dürfen die Patienten nicht essen und müssen nüchtern
zur Untersuchung kommen.
Für die Untersuchung der Harnblase muß diese gefüllt sein. Daher
bitte erst nach der Untersuchung zur Toilette gehen.
Bei Untersuchungen der Schilddrüse, großer Gelenke oder der Brust
ist dies nicht so wichtig.
Der Ultraschallraum ist abgedunkelt, damit das Bild auf dem Monitor besser gesehen
werden kann. Damit der Schall in den Körper hineinkommt, muss zwischen
dem Schallkopf und der Haut eine Gelschicht sein. Das Gel ist unschädlich,
farblos und hinterläßt keine Flecken auf der Kleidung. Gelegentlich
werden Sie gebeten, die Luft anzuhalten oder tief einzuatmen/auszuatmen. Die
inneren Organe bewegen sich mit der Atmung und können beim Anhalten der
Atmung unter Umständen besser beurteilt werden und die Untersuchung wird
beschleunigt.
Wann finden Untersuchungen statt?
In der Ultraschallabteilung der
Klinik für Radiologie der Universität Leipzig werden wochentags von
8 bis 16 Uhr Ultraschall-Untersuchungen durchgeführt. An einzelnen Tagen
der Woche finden spezielle Sprechstunden statt (z.B. am Dienstag die Brustkrebssprechstunde).
Ihr behandelnder Arzt wird Ihnen eine Überweisung zum Ultraschall geben.
Um einen Termin als ambulanter Patient zu bekommen, setzen Sie sich bitte mit
der zentralen Anmeldung der Radiologie in Verbindung (Telef.: Leipzig
0341-9717472).
Bitte erscheinen Sie am angegebenen Tag 15 Minuten vor dem Untersuchungstermin,
sofern erforderlich nüchtern, und mit einem Handtuch (zum Abwischen des
Gels) in der Ultraschallambulanz in der Liebigstr. 20
Was kann gut mit Ultraschall/Sonographie untersucht werden?
Die inneren Organe lassen sich besonders gut mit Ultraschall darstellen: Leber, Gallenblase, Bauchspeicheldrüse, Nieren, Milz, Harnblase, Schilddrüse, Brust, Herz etc. Aber auch Lymphknoten, Eiteransammlungen (Abszesse), Blutansammlung (Hämatome), Flüssigkeit am Lungenfell (Pleuraerguß), große Gelenke und die Adern/Blutgefäße lassen sich mit Ultraschall untersuchen. Mit einer speziellen Technik, dem sogenannten Farbdoppler, können die Gefäße in Farbe abgebildet werden und auch der Blutfluss gemessen werden.
Punktionen mit Ultraschall:
Mit dem Ultraschall können gezielt Regionen im den genannten Organen aufgesucht werden, und mit einer feinen Nadel punktiert werden um beispielsweise Gewebeproben zu entnehmen und Eiter-/ Flüssigkeitsansammlungen abfliessen zu lassen. Vor einer Punktion wird aber in jedem Fall mit Ihnen darüber gesprochen, und sie werden über die speziellen Risiken dieser Untersuchung (z.B. die Blutungsgefahr) aufgeklärt.
Was kann nicht mit Ultraschall untersucht werden?
Knochen und Luft können mit
Ultraschall schlecht durchdrungen werden. Nach dem Essen entstehen im Magen-Darm-Trakt
Luftansammlungen, und wir können beispielsweise die hinter dem Magen gelegene
Bauchspeicheldrüse nicht sehen. Ebenso können wir mit Ultraschall keine Knochenbrüche, Magengeschwüre
oder luftgefüllte Organe (wie die Lunge) untersuchen.
Mesenterialer Blutfluss im B-Flow-Modus (helle Bildanteile stellen die Gefäße dar)
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Aufnahme einer Leber mit Leberkrebs, Darstellung mit Ultraschallkontrastmittel
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