Klinik und Poliklinik für Diagnostische und Interventionelle Radiologie
 Universitätsmedizin Leipzig

Magnetresonanztomographie (MRT)

Was ist eine Magnetresonanztomographie (MRT)?
Welche Nebenwirkungen können auftreten?
Was müssen Sie vor der Untersuchung beachten?

Was ist eine Magnetresonanztomographie (MRT)?

Die Magnetresonanz- tomographie (MRT, auch Kernspintomographie genannt, KST) ist das bildgebende Verfahren mit der besten Darstellung von Kontrasten zwischen den verschiedenen Geweben und Organen. Sie verwendet anstelle von Röntgenstrahlen Magnetfelder und Radiowellen. Bestimmte Erkrankungen lassen sich mit der MRT besser erfassen, als mit Röntgen, Computertomographie (CT) oder Ultraschalluntersuchungen. Die gewonnenen Bilder sind einerseits wichtig für die Erstellung einer exakten Diagnose, andererseits werden sie zur Behandlungsplanung benötigt, zum Beispiel zur Vorbereitung einer Operation oder einer Bestrahlung.

Der Patient liegt während der Untersuchung in einer Röhre, die innen beleuchtet und belüftet ist, er wird während der Untersuchung von einer Fernsehkamera überwacht. In dieser Röhre ist der Patient einem starken Magnetfeld ausgesetzt, von dem er jedoch nichts spürt. Ebensowenig spürt er die Radiowellenimpulse, die in ihn eingestrahlt werden, um die Wasserstoffatome der Gewebe anzuregen, ihrerseits wieder Radioimpulse abzugeben, also Resonanz zu erzeugen. Deshalb heißt das Verfahren Magnet-Resonanz-Tomographie. Die Impulse werden durch Antennen empfangen und ein Computer errechnet daraus die gewünschten Bilder.

Um die Qualität der Bilder bzw. deren Kontrast zu verbessern, kann es notwendig werden, eine zusätzliche Kontrastsubstanz einzunehmen oder intravenös zu injizieren.

Eine solche Magnetresonanztomographie dauert durchschnittlich 20 bis 40 min, bei speziellen Untersuchungen kann sie im Einzelfall auch schon mal eine Stunde dauern.
Da der Patient während der Untersuchung möglichst ruhig liegen muß, Kinder und insbesondere Kleinkinder dies jedoch nicht unbedingt immer einsehen, kann es notwendig werden, daß diesen ein Beruhigungsmittel gegeben wird oder bei sehr kleinen Kindern die Untersuchung in Narkose durchgeführt wird.

Welche Nebenwirkungen können auftreten?

Gesundheitsschädigende Wirkungen der verwendeten Magnetfelder und Radiowellen auf den menschlichen Organismus sind bisher nicht nachgewiesen worden. Zuweilen verursachen die verwendeten Kontrastsubstanzen eine leichte Reaktion, z.B. Übelkeit.

Was müssen Sie vor der Untersuchung beachten?

Bitte bringen Sie unbedingt Ihre Chipkarte der Krankenkasse mit. Bringen Sie bitte auch alle vefügbaren früheren Aufnahmen (Röntgen, CT, MRT) zur Untersuchung mit.

Achtung Vor dem Betreten des Untersuchungsraumes müßten Sie bitte alle Gegenstände ablegen, die von dem starken Magneten angezogen werden oder durch das starke Magnetfeld Schaden nehmen könnten (z.B. Schmuck, Brillen, Zahnspangen, Hörgeräte, Metallteile an der Kleidung, Schlüssel, Münzen, Haarspangen, Schreibgeräte, Magnetkarten, Uhren). Sollten Sie einen Herzschrittmacher oder ein Medikamenteninjektionssystem tragen, bzw. sollten Sie Metallprothesen oder anderes metallisches Material im Körper haben, müssen Sie dies vor der Untersuchung dem Personal unbedingt angeben.

Während der Untersuchung werden Sie durch eine Fernsehkamera bzw. durch Sichtkontakt ständig überwacht, Sie haben über einen Signalball Gelegenheit, sich jederzeit bemerkbar zu machen. Lassen Sie sich bitte nicht durch die die Untersuchung begleitenden lauten Klopfgeräusche irritieren.

Nach der Untersuchung mit Kontrastmittel sollten Sie reichlich Flüssigkeit zu sich nehmen.
Sollte während oder nach der Untersuchung irgend ein Zustand bemerkbar sein, den Sie mit der MRT-Untersuchung in Verbindung bringen, so teilen Sie dies bitte unbedingt dem Personal mit.

 
Letzte Änderung: 01.11.2011, 16:49 Uhr
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