Klinik und Poliklinik für Diagnostische und Interventionelle Radiologie
 Universitätsmedizin Leipzig

Behandlung von Gefäßerkrankungen in der Interventionellen Radiologie

In der Interventionellen Radiologie wird eine große Bandbreite an verschiedensten Gefäßerkrankungen behandelt:

Am bekanntesten ist sicherlich die Schaufensterkrankheit (periphere arterielle Verschlusskrankheit (pAVK)), die sich vor allem durch zunehmende Schmerzen unter Belastung (Spazierengehen) bemerkbar macht und als Ursache zunehmende Verkalkungen und Einengungen der Gefäße (Stenosen) hat. Die pAVK wird mit der klassischen Becken-Bein-Angiographie untersucht und behandelt.
Wir behandeln aber auch Aussackungen der Bauchschlagader (Aortenaneurysma) durch den Einsatz von Gefäßprothesen (EVAR) oder die weit weniger gefährliche Erweiterung der Gefäße um den Samenleiter (Varikozele), welche allerdings zur Unfruchtbarkeit führen kann.
Auch akute Notfälle wie Blutungen nach schweren Verkehrsunfällen, Operationen oder plötzlich auftretende Gefäßverschlüsse (Embolien) werden durch uns minimal-invasiv behandelt.
In Zusammenarbeit mit dem Zentrum für Dialyse und der Gefäßchirurgie erfolgen auch die Behandlungen von Problemen an Dialyseshunts wie Einengungen (Stenosen) oder Verschlüssen (Thrombosen) sowie Problemen mit Dialysekathetern. Bei Patienten mit schlechter Nierenfunktion haben wir die Möglichkeit, viele unserer Behandlungen auch mit Kohlendioxid (CO2) als alternatives Kontrastmittel durchzuführen.
Auch die Schaffung eines künstlichen Kurzschlusses der Lebergefäße (TIPS) oder die gezielte Darstellung der Venen (Phlebographie) werden seit Jahren durch die Interventionelle Radiologie durchgeführt. Wie auch bei der Tumorbehandlung erfolgt eine gemeinsam Besprechung mit anderen Fachdisziplinen (z.B. Gefäßchirurgie), um die jeweils passende Methode für den Patienten zu finden.

 
Letzte Änderung: 16.11.2015, 16:37 Uhr | Redakteur: top
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